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So hat die Tabakindustrie nachweislich über Jahrzehnte systematisch ein Netzwerk von Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Institutionen entwickelt und gepflegt mit dem Ziel, die echte Wissenschaft auf fünffache Weise zu sabotieren:

Unterdrückung, Verwässerung, Ablenkung, Verschleierung und Manipulation….

So wird Politik wissenschaftlich legitimiert, in einer von Lobbygruppen erwünschten Handlungsunfähigkeit zu verharren.

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Der Fortschritt der Wissenschaft ist – relativ gesehen – groß, doch absolut begreifen wir immer noch nur einen Bruchteil der Wirklichkeit. Eigentlich sollte der Wissenschaftler angesichts dieser Tatsache von Demut erfüllt sein, doch das Phänomen des Zauberlehrlings beschreibt wohl eher den Charakter vieler Forscher. Diese zwei Grundprobleme machen Wissenschaft schon schwer genug …

Viktor E. Frankl hat dieses Problem sehr treffend mit seiner                Dimensionalontologie erklärt: „Im Wahrnehmen und Denken kommt es immer wieder zu Verzerrungen, … weil das Wahrgenommene und zu Bedenkende nur aus einer Perspektive in den Blick kommt. Das Vernachlässigen des mehrperspektivischen Wahrnehmens führt dann zu Verkürzungen und Verzerrungen der Phänomene.“ Frankl beschreibt in „Anthropologische Grundlagen der Psychotherapie“ (1975, Seite 182 ff.): „Wenn ein und derselbe Gegenstand aus seiner eigenen Dimension heraus in eine niedrigere Dimension projiziert wird, so entstehen daraus sich scheinbar widersprechende Abbildungen. Nimmt man beispielsweise ein Trinkglas, das geometrisch einem Zylinder gleicht, und projiziert es aus einem dreidimensionalen Raum in eine zweidimensionale Ebene, so ergibt sich aus dem Grundriss ein Kreis und aus dem Seitenriss ein Rechteck. Darüber hinaus erweckt die Projektion den Anschein einer geschlossenen Figur, während das Trinkglas doch ein offenes Gefäß ist.“

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Nicht wir wählen unser Essen, sondern zum Großteil unsere, von der Werbung und von künstlichen Geschmacksstoffen manipulierten Triebe.

Wer also seine Ernährungs- und Lebensweise ändert, schwimmt gegen einen sehr mächtigen Strom, der nach allen Naturgesetzmäßigkeiten Richtung Selbstzerstörung walzt. Eine verantwortliche, nachhaltige Lebens- und Ernährungsweise ist nicht nur für unser persönliches, sondern auch für unser kollektives Leben überlebenswichtig.

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Durch den Fortschritt der Medizin und Hygiene wurden in den westlichen Ländern die Geißel der hohen Kindersterblichkeit und Infektionskrankheit gebannt, doch durch die Plage der Zivilisationskrankheiten ersetzt.

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Würde die gesamte Getreideernte als Nahrung für die Menschen eingesetzt und nicht mehr als Futtermittel für Tiere, könnten mit den aktuellen Ackerflächen der Welt vier Milliarden Menschen mehr ernährt werden.

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Während eine natürliche, überwiegend pflanzliche Ernährung einem Landregen gleicht, wirken verarbeitete Nahrungsmittel auf Basis von Fleisch, Milch, Zucker und Salz wie ein Nährstoff-Tsunami, der den Boden (unsere Körpersubstanz) mehr zerstört als ihn nährt. Dies erklärt übrigens auch, warum ganzes Obst in Maßen gesund ist, während isolierte Fruktose und Saccharose, wie sie meist sehr reichlich in Softgetränken vorkommen, die Leberverfettung fördern.

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Solange sich ein Mensch sehr viel bewegt, verbrennt er die zugeführte Nahrungsenergie. Doch fehlt die körperliche Aktivität, ist Energie im Überschuss vorhanden …

Grundsätzlich ist kein Mikro- oder Makronährstoff an sich gesund oder ungesund, der Gesundheitseffekt ist immer abhängig von der zugeführten Menge. Auch jeder lebenswichtige Stoff kann im Übermaß ungesund sein …

Da heute die Belastung des Gehirns und des Nervensystems deutlich höher ist als die der Muskeln, benötigen wir Nahrung mit hohem Vitalstoff- und niedriger Energiedichte …

Vor der Entwicklung der Landwirtschaft haben die Menschen täglich nur etwa ein Gramm Natrium, aber zirka zehn Gramm Kalium zu sich genommen. Das natürliche Kalium-Natrium-Verhältnis hat sich, je nach Ernährungsweise, um das 12- bis 50-fache zugunsten des Natriums verschoben und macht den Menschen zum einzigen Säugetier mit Bluthochdruck … Vitalstoffarme Lebensmittel-„Leere“ Kalorien – zu essen ist wie Auto ohne Motoröl zu fahren … Während gering verarbeitete pflanzliche Lebensmittel viele Vitalstoffe, die zum Betrieb der Zelle wichtig sind, aber wenig Energie und Schadstoffe liefern, ist bei verarbeiteten und tierischen Lebensmitteln das Gegenteil der Fall, wodurch der Stoffwechsel belastet wird.

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Der Mensch hat in seiner Geschichte unter sehr verschiedenen Klimabedingungen gelebt und sich entsprechend unterschiedlich ernährt. Dabei gibt es ein normales sowie extreme Ernährungsmuster. Grundsätzlich ist zwar eine fleisch-, fett- und proteinreiche, kohlenhydratarme, ketogene Ernährung für unseren Stoffwechsel möglich, aber es hat sich keine Population der Welt freiwillig so ernährt, sondern nur aufgrund mangelnder Alternativen, wie die Inuit oder wie Steinzeitmenschen in der Eiszeit. Zu Übergewicht führt diese unfreiwillige Kost nicht, aber im Gegensatz zu pflanzenbasierten Ernährungsweisen ist kein Langlebigkeitsphänomen mit einer solchen Ernährungsweise nachgewiesen worden …

Sowohl die ursprüngliche deutsche als auch die asiatische Ernährung war kohlenhydratreich, aber enthielt wenig tierisches Protein, Fett und Zucker. Gleichzeitig wurden nur natürliche Lebensmittel und keine Industrieprodukte verzehrt. Die Kohlenhydratträger waren vollwertig, denn sie lieferten auch wertvolle Vitalstoffe für den Stoffwechsel …

Vor allem der Konsum tierischer Fette hat sich in Deutschland seit Ende des 18. Jahrhunderts und in vielen Ländern Asiens in den letzten Jahrzehnten verdreifacht. Weiterhin hat sich der Konsum von tierischem Protein in etwa verfünffacht und der Zuckerkonsum vervielfacht …

In Asien sind ausgeprägte Langlebigkeitsphänomene gut belegt. Und auch die ursprüngliche deutsche Ernährung auf dem Land ermöglichte ein langes Leben, waren die großen Klippen der hohen Säuglings- und Kindersterblichkeit sowie der Infektionskrankheiten erst einmal umschifft. Zivilisationskrankheiten waren nahezu unbekannt und traten nur in der reichen Oberschicht auf.

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Überschüssige, schnell anflutende Kohlenhydrate werden in der Leber zu gesättigten Fettsäuren und Cholesterin umgebaut und bewirken durch die Verfettung eine Insulinresistenz. Isolierte, schnell anflutende Zucker (z. B. Haushaltszucker, Fruktose-Glukose-Sirup) sind dabei besonders ungünstig, da die darin enthaltene Fruktose nur in der Leber verstoffwechselt wird. …

Das Dickmacher-Trio sind Industriezucker, Fleisch- und Milchprodukte.

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Die typischen Ernährungsfehler der heutigen Zeit wirken sich besonders auf die Balance der Insulinregulation sowie den Antioxidantien- und Säure-Basen-Haushalt im Körper aus. Ungleichgewichte in diesen Bereichen führen zu vielen fehlgesteuerten Regulationsprozessen und auf Dauer zu chronischen Erkrankungen und vorzeitiger Alterung …

Das Motto der heutigen Ernährungsweise würde Hippokrates wohl so bezeichnen: „Eure Suchtmittel sind eure Lebensmittel.“

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Besonders insulinogen wirkt laut Food-Insulin-Index die Kombination schnell verfügbarer Kohlenhydrate wie Zucker oder Weißmehl mit tierischem Protein: z. B. Fruchtjoghurt, Pizza, Schnitzel mit Pommes, Steak mit Kartoffeln, Cornflakes in Milch, Müsli mit Zucker oder Rosinen in Milch, Cappuccino, Milchshakes, Wurst- und Käsebrötchen, Hamburger und anderes FAST FOOD. …

Auch Milch und Steak allein führen zu einer überraschend hohen Insulinausschüttung, die durch die Kombination mit einfachen Kohlenhydraten noch gesteigert wird. …

Oxidativer Stress hat zwei Hauptquellen: Rauchen und Überernährung. Daneben spielen auch Umwelteinflüsse und Dauerstress eine Rolle. Je höher die Energieaufnahme, desto größer ist auch die Belastung mit freien Radikalen

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Das weltweit beste wissenschaftliche Beispiel für gesunde Langlebigkeit liefern die Menschen auf Okinawa. Ihre Ernährung ist arm an tierischem Protein und Fett, und das Maßhalten gehört zu ihrer Grundphilosophie: Iss dich nur zu 80 Prozent satt …

Gleichzeitig enthält die moderne Ernährungsweise nur einen Bruchteil der früheren basisch wirkenden Mineralstoffverbindungen. Der Hauptgrund ist die Bevorzugung stark verarbeiteter, vorwiegend tierischer Lebensmittel. Durch die industrielle Verarbeitung geht ein großer Teil der in echten Lebensmitteln enthaltenen Vitalstoffe verloren. Ein weiterer Grund liegt in der industrialisierten Landwirtschaft und den damit verbundenen Verlusten von Mineralstoffen und Spurenelementen in den Böden, die nur teilweise durch Düngung ausgeglichen werden. Das extrem verschobene Natrium-Kalium-Verhältnis in unserer Ernährung leistet einen zentralen Beitrag zur Pathogenese unserer Zivilisationserkrankungen, indem es Hypertonie, Insulinresistenz, Diabetes und Nierenversagen fördert …

Es erfordert ein gewisses Maß an Abenteuerlust, sich auf diese Entdeckungsreise zu begeben. Wer sich jedoch für eine komplette Lebensstilumstellung entscheidet, wird mit einem hohen Zugewinn an Vitalität, Lebensqualität, verjüngtem Aussehen, Wohlgefühl, Gesundheit und höchstwahrscheinlich auch Lebensjahren belohnt.

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Die Neuentdeckung von vielfältigen gesunden Gerichten wird die Lebensqualität deutlich steigern, und die Lebensmittelpalette wird entgegen der allgemeinen Erwartung größer werden als zuvor.

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Pflanzen können zwar auch Schadstoffe enthalten, im Vergleich zu tierischen Lebensmitteln, in denen sich am Ende der Nahrungskette Schadstoffe anreichern, sind sie in der Regel aber deutlich weniger belastet. Eine ausgewogene Pflanzenkost liefert fast alle essenziellen Verbindungen, die der Körper braucht. Die Ausnahme stellt das Vitamin B12 dar.

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In der Umgewöhnungsphase können Fleischprodukte beispielsweise durch vegetarische, pflanzliche Ersatzprodukte, wie zum Beispiel Sojawürstchen, ersetzt werden. Diese sind zwar nicht gesund, aber immerhin gesünder.

Auf Dauer ist es nicht ratsam, seinen Fleischkonsum einseitig durch Milchprodukte oder durch ein Übermaß an Fertig-Sojaprodukten (damit ist nicht Tofu, sondern zum Beispiel Sojawürstchen gemeint) zu ersetzen

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Eine farbenfrohe Kombination der verschiedenen Zutaten weckt nicht nur beim Anblick Freude und Appetit, sondern stellt auch eine ausgewogene Zufuhr von verschiedenen sekundären Pflanzen- und Basenstoffen sowie Vitaminen sicher … Die Energiedichte verhält sich meist konträr zur Vitalstoffdichte …

 

Trinke reichlich, regelmäßig, energiearm und gesund.

Iss dich satt mit Pflanzenkost in allen fünf Farben und achte auf die Verträglichkeit.

Wähle Lebensmittel mit niedriger Energie- und hoher Vitalstoffdichte sowie wenig Natrium und viel Kalium.

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Pflanzen haben eine sehr hohe Vitalstoffdichte (Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe) und sind reich an Ballaststoffen. Gleichzeitig weisen sie in der Regel eine niedrigere Nährstoffdichte auf. Es gibt mehr als 50 gängige Gemüse- und 30 Obstarten, zehn bekannte Hülsenfrüchte sowie viele verschiedene Nüsse, Kräuter, Pilze und Gewürze zu entdecken! …

Nicht jeder verträgt Rohkost gleich gut, wobei gründliches Kauen die Verträglichkeit verbessert. Rohes Gemüse und Obst sind gesund, weil durch Kochen und andere Garmethoden Vitamine und Kalium verloren gehen. Beim kurzen Anbraten passiert dies kaum. Die Asiaten essen wenig Rohes. Sie können, wie die Asiaten, Gemüse auch in einer keramikbeschichteten Pfanne mit wenig Öl kurz anbraten oder dünsten. So bleiben die wertvollen Substanzen weitgehend erhalten, aber das Essen ist warm – vor allem im Winter eine Wohltat – und Keime werden abgetötet.

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Im Gegensatz zur modernen Medizin, in der sich das Wissen explosionsartig vermehrt und leider zuweilen aus einem vermeintlichen „Goldstandard“ innerhalb eines Jahrzehnts ein Kunstfehler wird, gibt es Grundregeln, die als Kompass durch den Dschungel der vielfältigen Ernährungsratschläge und Modetrends dienen können. An dem, was sich seit Jahrtausenden bewährt hat und die Jahrtausende überdauert hat, ist oft viel Wahres dran.

In allen Weisheitslehren und Religionen der Weltgeschichte galten Mäßigung und das rechte Maß als Wegweiser durch die Herausforderungen und Extreme des Lebens und der Modetrends.“

Impressum

 Als Impressum gilt:

http://www.vonabisw.de/50.html

Volker H. Schendel – Verwaltungsjurist von 1979 bis 2004 in Niedersachsen, zuletzt als Ministerialrat und Justitiar des Nds. Wirtschaftsministeriums, Mitbegründer des Instituts für homöopathische Medizin e.V., Celle, zusammen mit den Herren Drachau und Becker-Platen sowie den Dres. Repschläger und Tiedemann, von 2005 bis 2011 Doktorand in der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover (LUH) – Astrologie und Recht, Lehrbeauftragter der Juristischen Fakultät der LUH im WS 2005/2006, am 31. März 2008 Mitbegründer des Bridgeclub Hannover-Velber (BCHV). Herausgeber der Schriftenreihe „Astrologie und Erkenntnis“, seit 2011 Freier Journalist. Zuständiger Referent für die Dokumentation der Besonderen Therapierichtungen und natürlichen Heilweisen in Europa 1991.Vorsitzender der Bürgervereinigung Orthomolekulare Aufklärung Isernhagen (BOAI) und Herausgeber der Schriftenreihe Orthomolekulare Aufklärung.